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08.04.2009    Posada / San Giovanni – ein Ort wie viele andere....

Wir haben bereits über die Hunde aus San Giovanni, einem kleinen Ort bei Posada, berichtet. Auf einem Grundstück haben sich einige Streuner zusammen gefunden. Natürlich weitestgehend unversorgt und unkastriert. Mehrere Monate mussten wir arbeiten und dran bleiben, bis der Besitzer des Grundstücks uns nun endlich das o.k. gegeben hat, dass wir das Grundstück offiziell betreten und dass wir die Hündinnen einfangen und kastrieren dürfen. Es war ein langer und unverständlicher Weg bis hier hin – aber nun ist es soweit. Am Samstag ist der Startschuss gefallen und die erste Hündin konnte kastriert werden. Alle anderen hatten sich rechtzeitig aus dem Staub gemacht, denn die Hunde in San Giovanni sind scheu und haben Angst vor unbekannten Menschen.

Bereits im Herbst letzten Jahres hatten wir die ersten Welpen, Mimmo und Mauro, dort weg holen können. Im Oktober folgte dann eine Hündin, Diana, die wir bei den regelmäßigen Besuchen vor Ort mit einer von Maden durchsetzten Wunde am Ellbogen fanden. Sie wäre wenige Tage später an den Folgen dieser Entzündung gestorben. Nun sind es wieder 7 Welpen, die wir aufnehmen müssen, bevor der Besitzer der Hunde sie auf seine Art und Weise entsorgt.

Die Helfer vor Ort setzen nun alles daran die Hündinnen einzufangen, was sicherlich nur mit einem Blasrohr gehen wird. Alle Hunde sollen gegen Parasiten behandelt und geimpft werden. Antonio wird sie weiterhin täglich mit Futter versorgen. Die Welpen haben hier keine Zukunft – aber die erwachsenen Hunde dürfen bleiben und weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung und in Freiheit leben.

Zur Umsetzung müssen wir für die Kastrationen und für die medizinischen Behandlungen der Hunde rund 1.000 Euro investieren. Anschließend brauchen wir regelmäßig Geld, um die 9 erwachsenen Hunde zu füttern und bei Bedarf behandeln zu lassen. Wir müssen hier mindestens 150 Euro monatlich haben, um allem gerecht zu werden.

Unser Projekt wird derzeit durch eine Patenschaft mit 50 Euro im Monat unterstützt. Deshalb suchen wir dringend weitere Paten, die unseren langfristigen Einsatz möglich machen!!


Die Vorgeschichte....

Dieses Rudel Hunde lebt in der Nähe von Posada auf Sardinien. Der Besitzer des Grundstückes hatte einst seine 2 eigenen Hunde hier an die Kette gelegt. Zuhause konnte er sie nicht halten und so sollen sie auf dem Gelände weit außerhalb der Stadt leben. Angekettet und sich selbst überlassen. Einmal am Tag kommt er vorbei und gibt ihnen Futter und vielleicht auch eine Streicheleinheit.

Einige Streuner haben schon vor langem mitbekommen, dass es an diesem Platz offenbar regelmäßiges Fressen gibt und so haben auch sie sich hier eingefunden und warten nun täglich auf den gefüllten Napf.
Heute leben hier 9 erwachsene Hunde und aktuell 4 Welpen. 

    

     

Im Sommer 2008 erreichte uns ein erster Notruf für die Hunde. Eine liebe Touristin, die sich auf der Insel gut auskennt, bat uns, dass wir uns dem kleinen Rudel annehmen. Sie hatte mit dem Besitzer des Geländes bereits gesprochen und er sein überfordert mit der Versorgung der Tiere. Sie war so lieb uns im Nachhinein einen Bericht hierzu zu schreiben, den Sie HIER lesen können!

Antonio, ein sehr lieber Tierschützer aus dieser Region, bot gleich seine Hilfe an. Und seit diesem Tag ist er täglich vor Ort, um die Hunde zu füttern und ihnen ein paar Streicheleinheiten zu geben. Er hat das Gelände weitestgehend von Müll und Scherben befreit und aufgeräumt. Als wir mit unserem Einsatz vor Ort begannen, waren bereits 2 Welpen dort. Mimmo und Mauro haben wir die beiden genannt, die mittlerweile in Deutschland angekommen und sind und leibe Familien gefunden haben.

    

    

Unsere Helferin vor Ort, Beate, hat in den letzten Monaten einige Gespräche geführt. Vor allem mit der Kommune und dem zuständigen Amtsveterinär. Wir haben nun die Erlaubnis, dass wir die Hunde kastrieren und medizinisch behandeln dürfen. Sie werden gechipt und können auch vermittelt werden, wenn der ein oder andere ein gutes Zuhause findet.

Wie dringend die Kastrationen sind, zeigen die Bilder. Denn schon wieder sind 4 neue Welpen zur Welt gekommen und weitere werden in den nächsten Tagen geboren werden. Die weiße Hündin, die sich hier in die Hütte zurückzieht, steht kurz vor der Geburt ihrer Welpen.

    

    

Für die erwachsenen Hunde müssen wir einiges tun. Neben der Kastration brauchen sie Impfungen und täglich Futter und Wasser. Einige müssen medizinisch behandelt werden. Für die Welpen ist es viel zu gefährlich hier zu bleiben. Das Grundstück liegt unmittelbar an einer Landstraße, auf der die Autos mit hoher Geschwindigkeit vorbei rauschen. Zudem ist die Einfahrt zum Gelände nicht einsehbar. Die Gefahr, dass sie vom Auto erfasst werden könnten ist zu groß.

Wir suchen dringend Paten, die dieses Projekt langfristig unterstützen können. Wir brauchen Gelder für die Kastrationen, Medikamente und Futter. Nur so können wir den erwachsenen Hunden hier einen lebenswerten Raum schaffen!!

Für Ihre Fragen zum Projekt stehen wir gerne zur Verfügung!
 

    

     

 

21.10.2009 Wir geben uns zunächst geschlagen...

Heute müssen wir schweren Herzens unsere Paten informieren, die das Projekt in Posada mit einer monatlichen Spende unterstützen, dass wir nach aktuellem Stand nichts mehr für diese Hunde tun können.

Der Eigentümer des Grundstücks ist wieder einmal derart unzugänglich, dass wir nicht mehr wissen, wie wir weiter kommen sollen. Unser Hauptanliegen ist es immer gewesen, dass auf diesem Grundstück keine neuen Welpen geboren werden - also die Kastration (zumindest) der Hündinnen.

Aber der Eigentümer stellt sich plötzlich quer. Er untersagt uns aus heiterem Himmel die weiteren Kastrationen. Ein erneuter Welpenwurf kündigt sich bei einer der besonders scheuen Hündinnen bereits an.

Die Situation ist unfassbar und schier zum verzweifeln!! Monatelang hat er uns gewähren lassen und von heute auf morgen überlegt er es sich anders und alle Mühe war umsonst. Keiner versteht, warum er das macht und eine Erklärung seinerseits gibt es nicht.

Unsere Helfer versuchten durch regelmäßige Besuche und durch Füttern mehr und mehr auch das Vertrauen der scheuen Hündin zu gewinnen, damit wir sie ohne zu großen Stress einfangen können. Aber trotz aller vorherigen Absprachen dürfen wir das Grundstück nun offiziell nicht mehr betreten.

Uns bleibt nun nur noch der weitere Weg über die Behörden mit dem Risiko, dass nicht wir die Hunde bekommen, sondern das die Hunde in einem Tierheim untergbracht werden. Natürlich nur, wenn die Behörden überhaupt einen Handlungsbedarf sehen. Das bleibt abzuwarten. 

Damit aber, wenn die Behörden reagieren, nehmen wir den Hunden die Freiheit. Ein Schritt, den wir eigentlich nicht gehen wollen. Tun wir es aber nicht, dann werden hier laufend neue Welpen geboren und entsorgt. Wir sind sehr verzweifelt über diese Situation, die vor allem für die Helfer unfassbar ist, die die Hunde persönlich kennengelernt haben und denen sie ans Herz gewachsen sind.

Natürlich geben wir noch nicht auf!! Dies ist für die Helfer nur ein sehr trauriger Zwischenstand, über den wir natürlich in erster Linie auch die Spender für das Projekt informieren möchten. Wir werden weiter versuchen den Eigentümer des Geländes umzustimmen und endlich eine Lösung für die Hunde zu finden. Sobald es Neuigkeiten gibt werden wir berichten!!