NiemandsHunde
cani di nessuno
Rifugio
Aktuelles
Il Rifugio
Luigis Hunde
Bilder Luigis Hunde
Unsere Projekte
Tiervermittlung
Zuhause gesucht
Notfälle!
Patenschaften
Sie können helfen!
Happy End
Im neuen Zuhause
Hundegeschichten
Wir über uns
Links / Downloads
zum Bestellen
Termine
Regenbogenseite
Impressum/Kontakt
Gästebuch

Nachfolgend möchten wir Ihnen anhand der Geschichte von "Luigis Hunden" nur ein Beispiel geben, wie der Alltag der Helfer in Obia aussieht. Es ist ein Beispiel von vielen und steht stellvertretend für das Schicksal vieler anderer Hunde auf Sardinien.

weitere bilder von luigis hunden sehen sie hier!

Zu den jeweils aktuellen Beiträgen scrollen Sie bitte auf der Seite ganz nach unten! Letzter Eintrag 25.02.2010...

Die Helfer des Rifugio in Olbia leisten unglaubliches und ihr täglicher Tagesanblauf ist selten „planbar“. Denn neben der Versorgung von manchmal bis zu 700 Hunden stehen zahlreiche weitere Aufgaben an... 

Um die Versorgung der Hunde im Rifugio gut zu gewährleisten braucht man eine sehr gute Planung und vor allem Helfer die diesen emotional und auch körperlich extremen Anforderungen in jeder Hinsicht entsprechen.

Das Team besteht aus einer Reihe von ehrenamtlichen Helfern, aber auch aus angestellten Mitarbeitern, ohne die die Versorgung einer solchen Masse an Hunden gar nicht möglich wäre. Zweimal täglich müssen bis zu 700 Näpfe gefüllt und in die Gehege verteilt werden. Über 700 Näpfe werden anschließend wieder eingesammelt und gereinigt. In über 100 Gehegen müssen mehrfach täglich die Hundehaufen entfernt werden. Die Gehege werden gereinigt und das Wasser wird frisch aufgefüllt. Tägliche Reparaturarbeiten an den Hütten und Zäunen sind notwendig. Der Reihe nach müssen alle Hunde medizinisch untersucht und behandelt werden. Sie müssen gegen Parasiten geschützt werden. Sie brauchen ihre regelmäßigen Impfungen und nicht zuletzt auch Ansprache und viel, viel Zeit. Kein Tag vergeht, an dem es nicht eine Rauferei in den Gehegen gibt und Hunde zusätzlich behandelt werden müssen. Zahllose Hunde sind auf regelmäßige medizinische Versorgung angewiesen. Es stehen die Wechsel von Verbänden an, die Versorgung von Wunden, manche Hunde brauchen Hilfe bei der Nahrungsaufnahme oder auch Verdauung. Die Aufgaben sind vielfältig und kaum zusammen zu fassen...

Hinzu kommen dann die täglich eingehenden Notrufen aus den Gemeinden mit denen das Rifugio eine Kooperation eingegangen ist und aus denen sie Streuner und Abgabetiere aufnehmen. Hier reicht die Liste in den letzten Jahren vom Hund über Katzen, Pferde, Schweine Kühe, bis hin zum Lama. All diesen Notrufen müssen die Helfer nachgehen. Ist eine Versorgung und Aufnahme im Rifugio nicht möglich, so werden die Tiere auch an vielen Orten außerhalb täglich mit Futter versorgt. Wann der nächste Anruf kommt und worum es diesmal gehen mag weiß im Voraus niemand. Jeder Tag bietet neue Überraschungen – und diese sind meistens keine guten. 

Aber in erster Linie betreffen die Notrufe einzelne Hunde oder auch sehr oft eine Hündin mit Welpen. Manchmal sind es aber auch mehr als ein paar Tiere, um die es geht. So im Falle von Luigi...

Hier waren es mit einem Schlag fast 50 Hunde, die von Heute auf Morgen ohne Versorgung dastanden und die sehr dringend die Hilfe der Tierschützer brauchten. Als der Anruf die Helfer in Olbia erreichte waren die Hunde schon einige Tage komplett unversorgt. Ihr Herrchen, Luigi, ist 78 Jahre alt und musste ins Krankenhaus. Die Hunde blieben im Haus und auf dem Grundstück zurück. Die Gemeinde stellte sich erst einmal auf taub und informierte die Tierschützer – die werden es schon richten....

13.01.2009 Ein absoluter Albtraum für Mensch und Tier!

              

Rund 70 Kilometer entfernt von Olbia liegt ein Ort Namens Badesi. Wenn man den Ort als Tourist durchquert, will man meinen, hier ist die Welt noch in Ordnung. Aber dieser Eindruck täuscht gewaltig....

Das Grundstück von Luigi liegt weit außerhalb und entfernt von allen Häusern. Hier hat Luigi (78 Jahre) schon vor fast 20 Jahren begonnen, sich der armen Kreaturen anzunehmen, für die niemand die Verantwortung übernehmen wollte. Es fing damit an, dass Luigi sich um einzelne Straßenhunde bemühte. Aus den Einzelnen wurden mehr und schnell wurden es sehr viele Hunde, die er täglich versorgte. Zu viele.

1999 bat Luigi das erste Mal die Gemeinde und die anderen Tierschutzvereine um Hilfe. Immer mehr Hunde kamen an sein Grundstück und immer mehr waren es, die hier ein offenes Tor fanden und den Schutz hinter den Zäunen von Luigi suchten. Die Gemeinde stellte Luigi ein größeres Grundstück zur Verfügung – aber eine maßgebliche und nachhaltige Hilfe blieb aus. Und diese Hilfe fehlte schon seit Jahren an allen Ecken und Enden. Kein Geld für Futter, kein Geld für Medikamente und erst recht nicht für Operationen und Kastrationen. Das Gelände war kein Bauland und so war es noch nicht einmal möglich Gehege anzulegen, um wenigstens die Rüden und Hündinnen voneinander zu trennen.

Die unendliche Liebe zum Tier ließ Luigi jeden Tag weiter machen – auch wenn er schon lange wusste, dass seine Schlacht verloren war. Er bäumte sich ein letztes Mal auf, als er Ende 1999 die Organisation „Lida Badesi“ gründete. Aber auch das half nicht weiter, denn immer blieb die Hilfe von außen aus. Sein Traum, den Tieren zu helfen, wurde mehr und mehr zum absoluten Albtraum für Mensch und Tier.
 

Schon seit Jahren machten sich die Tierschützer vor Ort Sorgen darum, was passiert, wenn Luigi es einmal körperlich nicht mehr schaffen würde die Hunde zu versorgen. Aber angesichts der eigenen Not und der zahllosen eigenen Hunde, nahm sich immer noch niemand so richtig dem Problem an. Einmal gab es 1.500 Euro Spenden für Futter und Medizin. Eine Hilfe, die innerhalb weniger Wochen aufgebraucht war. Immer wieder unterstützen auch die Helfer der LIDA Olbia mit Futter und Medikamenten. Aber Sie kennen die Situation des Rifugios aus vielen Berichten – auch hier gab es weder Mittel noch Kapazitäten mehr zu tun. Ein Aufruf im Radio und die Bemühungen von Cosetta, Präsidentin der Lida Olbia, blieben ungehört und ohne Resonanz.

Nun ist eingetreten, was immer befürchtet wurde...

   

Vor wenigen Tagen wurde Luigi mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Sein Körper versagt und mit 78 Jahren ist er nun definitiv nicht mehr in der Lage seinen Einsatz, der ihm schon vor vielen Jahren über den Kopf gewachsen ist, fortzuführen.

Als die Helfer der Lida Olbia an dem Grundstück von Luigi ankamen stand das Tor weit offen. Die Leute vom Rettungsdienst hatten es nicht wieder abgesperrt und einige Hunde von Luigi sind in Schreck und Panik davon gelaufen und verstecken sich nun in Sichtweite des Grundstücks. Sie warten auf die Rückkehr von Luigi. Andere Hunde waren im Haus eingesperrt und hatten hier bereits 3 Tage ohne Futter und Wasser ausgeharrt.

Die Helfer fanden einen Alptraum vor. Sie zählten rund 45 Hunde, die sich noch auf dem Grundstück und im Haus aufhielten. Drei Hunde waren bereits tot. Hier kam jede Hilfe zu spät. Fünf der Hunde brauchten sehr dringend medizinische Versorgung. Sie wurden sofort ins Auto geladen, um in die Tierklinik von Olbia gefahren zu werden. Die anderen Hunde bekamen etwas zu Essen und die Trinknäpfe wurden aufgefüllt. Die meisten der Tiere sind traumatisiert, scheu und ließen sich nicht anfassen. Sie lugten verstohlen um die Ecke und nahmen erst Anlauf auf die – ENDLICH – vollen Futternäpfe, als die Luft wieder rein war.

Die Helfer können ihre Gefühle vor Ort mit Worten nicht beschreiben. Ein absoluter Horror und lebensunwürdige Zustände für Luigi und seine Hunde.

Die 5 schwer kranken Hunde waren in den Transportcannels im Auto verstaut. Am liebsten hätten sie alle Hunde mitgenommen – aber angesichts der eigenen Not, die im Rifugio herrscht – ist dies absolut nicht möglich.

    

Sie fuhren los, erschüttert von dem Bild der Hunde vor Augen, die sie hier zurück lassen mussten. Eine Hündin jedoch wollte sich mit diesem Schicksal nicht abfinden. Offenbar erkannte sie ihre Chance und ergriff sie auch, als sie mit letzten Kräften alles daran setzte, die Verfolgung des Autos aufzunehmen, in dem die Engel saßen, die ihr Futter und Streicheleinheiten gebracht haben. Antonia stoppte das Auto und brachte es nicht übers Herz die Bitte der kleinen Hündin abzuweisen. Sie ist nun im Rifugio und wird versorgt.

Die Helfer der Lida Olbia fahren nun regelmäßig raus, um die Hunde zu versorgen. Sie werden versuchen wenigstens einen Teil der Tiere im Rifugio aufzunehmen. Aber alle Gehege sind absolut voll und zunächst müssen sie überlegen und planen, um noch einmal wieder mehr Platz zu schaffen.

Die Verantwortlichen der Lida Olbia klären nun mit Hochdruck ab, was mit Luigis Hunden geschehen soll. Die eigentlich verantwortlichen in der Gemeinde Badesi müssen Farbe bekennen und maßgeblich dabei helfen eine Lösung für die Hunde zu finden!!!


Die Geschichte ist leider kein Einzelfall und solche Geschichten sind der Grund, warum wir bei Projekten wie Teresa und Giuseppina dran bleiben und gemeinsam mit den Menschen vor Ort nach Lösungen suchen, die Versorgung der Hunde langfristig zu sichern und für gute Haltunsgbedingungen zu kämpfen – bevor es auch hier zu spät ist!!

Die Hilfe für die Hunde von Luigi wird aktuell von der Lida Olbia geleistet. Noch ist aber nicht klar, wer eigentlich zuständig ist und wem die Hunde überhaupt rechtlich gesehen gehören. Sie besitzen keinen Mircrochip (was auf Sardinien Pflicht ist) und deshalb geht nun der Kampf zwischen den Tierschützern und der Gemeinde los, wer für die kommenden Kosten und für die weitere Versorgung der Hunde aufkommen muss. Keiner der Tierschutzvereine verfügt über ausreichende Mittel hier umfangreich zu helfen. Und das ist es, was die Hunde nun brauchen – umfangreiche, schnelle und bedingungslose Hilfe!

    

    

Aktualisierung vom 15.01.2009 Die ersten Hunde von Luigi wurden nun im Rifugio aufgenommen. Sie werden zunächst  untersucht und umfangreich medizinisch versorgt. Alle Hunde zeigen eine starke Reude - eine wirkliche Quälerei, gegen die sie sofort Medikamente bekommen müssen. Zudem sind alle Hunde stark abgemagert und müssen gepäppelt werden. Aufgrund der Ansteckungsgefahr für alle anderen Hunde werden Luigis Hunde aktuell etwas abseits und in sicherer Entfernung zu den Gehegen untergebracht. Aber selbst, wenn die Ansteckungsgefahr vorüber ist - es ist kein einziges Gehege mehr frei.

Zwei Helfer aus dem Rifugio waren auch heute wieder auf dem Grundstück von Luigi, um die weiteren Hunde zu versorgen. Auch eine Mitarbeiterin der Gemeinde Badesi fährt täglich zum Grundstück, um Futter und Wasser zu bringen. Die Zustände sind grausam und bei jedem Besuch wird mehr klar, wie viel Handlungsbedarf besteht! Auch eine Mitarbeiterin der Gemeinde Badesi fährt täglich zum Grundstück, um Futter und Wasser zu bringen.

Grundsätzlich sind die Besitzverhältnisse offen. Als Luigi damals den Verein "Lida Badesi" gründete, wurden alle Hunde gechipt. Aber die Hunde von damals sind fast alle schon verstorben und die Hunde, die sich jetzt dort befinden, haben fast alle keinen Chip. Somit gehören sie dem Gesetz nach zunächst der Gemeinde Badesi.  Die sich nun sicherlich um eine "schnelle und günstige Lösung" bemühen wird. Die Lida Olbia konnte zunächst bei der Gemeinde Badesi eine Frist von 2 Monaten erwirken, in denen sie die Hunde von dem Grunstück entfernen sollen. Die Helfer in Olbia möchten hiermit verhindern, dass die Hunde in ein anderes Tierheim kommen, wo sie vielleicht wieder ein schlimmes Schicksal erwartet.

Die Frage ist nur, wo sie diese Hunde noch unterbringen können. Schon heute sind zahllose Hunde im Rifugio  in Notbehelfen, überfüllten Gehegen und viel zu kleinen Boxen untergebracht. Mit rund 600 erwachsenen Hunden und über 80 Welpen ist das Rifugio bis in die letzte Ecke besetzt. Denn es müssen noch einige Hunde mehr aufgenommen werden, die aktuell noch bei Luigi sind. Aber wohin und wie?

Wir haben gestern die Zusage über 1.000 Euro Soforthilfe von einer sehr lieben Spenderin bekommen. Wir danken hierfür sehr und werden das Geld sofort nach Olbia weiter geben! Auch wenn noch niemand sagen kann wie es weiter geht, so hilft dieses Geld in der ersten Not sehr!! Viele von Luigis Hunden haben hoch ansteckende Sarcoptes Milben. Sie müssen sofort behandelt werden. Weitere Hunde haben Verletzungen und andere Erkrankungen. Denen helfen die Verhandlungen mit der Gemeinde nicht. Sie brauchen die Medizin jetzt sofort und dringend.

    

    

     

    

Aktualisierung vom 18.01.2009  Dank einer sehr lieben Tierfreundin und Spenderin können wir den Helfern des Rifugio in Olbia weitere 2.000 Euro Unterstützung für Luigis Hunde zusagen. Der Spendenstand für die Hunde von Luigi liegt damit heute bei 3.000 Euro! Wir sagen DANKE!!!!

Aktualisierung vom 20.01.2009 Die Helfer der LIDA Olbia (Rifugio) fahren weiterhin alle zwei Tage zu den Hunden von Luigi. Der Schlüssel ist bei der Gemeinde deponiert und auch die Gemeinde schickt weiterhin täglich einen Helfer raus, der Futter und Wasser bereit stellt. Die Hunde gehen noch auf Abstand zu ihren Rettern, denn sie kennen und vertrauen nur Luigi, der im Krankenhaus täglich nach seinen Schützlingen fragt und sich große Sorgen macht.

Eine Lösung des Problems ist noch nicht in Sicht. Weiterhin versucht Cosetta, Leiterin des Rifugio in Olbia, Platz für die Aufnahme der Hunde im Rifugio zu schaffen. Aber es ist nicht einfach und bei der konkreten Planung wird sicherlich immer deutlicher, dass das Rifugio mit seinen hohen Zäunen aus allen Nähten platzt. Die eigentlichen Verantwortlichen lassen sich aber nicht blicken und präsentieren auch keine Ideen oder gar Lösungen für die Hunde. Es ist eine sehr schwere Situation für alle, die sich hier bemühen... Wir können aus der Ferne nur mit der Weitergabe von Spenden helfen. Aber selbst das ist nicht zu 100% richtig, denn die Gemeinde kann sich mit jedem Euro, den wir geben, weiter zurück lehnen. Dennoch ist es Fakt, dass die Hunde unsere Hilfe brauchen. Es ist schwer in dieser Situation einen eindeutigen Standpunkt zu den Abläufen vor Ort zu beziehen. Zumal der Besitzer dieser Hunde immer noch die Gemeinde ist und diese kann auch jederzeit bestimmen, was mit den Hunden geschehen soll. Sie haben ein Ultimatum von 2-3 Monaten eingeräumt, in denen die Helfer der Lida Zeit haben die Hunde zu entfernen. Aber es ist - wie so oft - nur eine mündliche Vereinbarung.

Während dessen erscheinen auf der Insel immer mehr Beiträge in den Zeitungen, die über die schlimmen Zustände auf dem Gelände von Luigi berichten. Aber ein Spendenaufruf oder Lösungsvorschläge - Fehlanzeige. 

    

    

    

    

Aktualisierung vom 27.01.2009: Cosetta, die Leiterin des Rifugio in Olbia, hat uns einen weiteren kurzen Bericht und einige Bilder von Luigis Hunden gesendet. Schon die Bilder lassen einen verzweifeln bei dem Gedanken, dass die Zukunft dieser Hunde immer noch ungewiss ist. Wir konnten die Helfer vor Ort mit der Weitergabe von Spenden in Höhe von 3.000 Euro unterstützen!! Das ist eine große Hilfe und wir geben gerne noch einmal den großen Dank von Cosetta an die Spender weiter!! Auch ein zweiter deutscher Verein konnte den Helfern in Olbia mit 700,- Euro unter die Arme greifen. Aber die Situation ist dennoch sehr schwierig. Die Hunde kannten immer nur Luigi, dessen Zustand sich zusehend verschlechtert. Sein Herz macht nicht mehr mit und die Lungen laufen immer wieder voll Wasser. Zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wann und vor allem ob er der Krankenhaus wieder verlassen wird.

Immer noch fahren die Helfer aus Olbia alle 2 Tage 80 km kurvenreiche Strecke zu Luigis Grundstück raus, um die Versorgung zu sichern. Aber die Hunde haben noch kein Vetrauen gefasst und viele von Ihnen lassen sich nur aus der Ferne blicken, wenn die "Fremden" vor Ort sind. Die Angst vor den Menschen siegt dann immer wieder über den Hunger... Die Helfer möchten nun beginnen, zumindest die Hündinnen nach und nach einzufangen, medizinisch zu behandeln und zu kastrieren. Es ist noch einiges zu organisieren und zu tun - wir werden natürlich weiter berichten.

Lesen Sie hier auch die Übersetzung der Mail von Cosetta (vom 27.01.2009)

...noch immer sind wir sehr erschüttert über das was passiert ist. Es ist sehr schwierig, allem gerecht zu werden auch wenn wir mit all unserer Kraft versuchen, die Situation unter Kontrolle zu halten. Langsam, aber nur langsam gewöhnen sich einige Hunde an unsere Anwesenheit, halten allerdings noch immer Abstand. Man muss das verstehen, denn über Jahre haben sie sehr eng und ausschließlich mit Luigi zusammengelebt.
Leider hat sich der Zustand von Luigi nicht verbessert, jetzt hat sich auch noch ein Problem mit der Lunge ergeben. Er ist aber hellwach und fragt immer nach seinen Hunden, die einzigen, die ihn haben glücklich sein lassen, sie haben ihn nie im Stich gelassen. Sicherlich wird er an den umwerfenden Anblick des Meeres denken, die Gerüche der Vegetation, die das Haus umgeben und an die langen Spaziergänge, nur er und seine geliebten Hunde.
Jetzt warten sie auf ihn. Los, Luigi, du weißt nicht wieviele Personen an dich denken, dem großen Mann mit dem Herzen aus Gold. Wir haben angefangen, das Blut der Hunde zu testen. Sowie sie sich etwas stabilisiert haben werden wir mit den Kastrationen der Hündinnen beginnen, um sie dann vermitteln zu können.

Schließlich möchten wir uns bei den fantastischen Menschen bedanken, die uns unterstützen, ohne die wir hier nichts ausrichten könnten. Wir werden euch weiterhin umgehend berichten über alles was passiert, auch wenn ihr euch die psychische als auch die physische Erschöpfung kaum vorstellen könnt. Badesi ist 80 km von Olbia entfernt und auf dem Weg dorthin gibt es nur Kurven.

Aktualisierung vom 08.02.2009

Die Situatíon in Badesi ist stabil, wir fahren fort mit der alltäglichen Behandlung der Hunde. Es sind fast alle entwurmt worden, einige, so um die 15 Hunde leben noch frei auf dem Grundstück, das das Haus umgibt. Viele von ihnen haben schon Angst, wenn sich nur unsere Blicke kreuzen, dann verstecken sie sich. Am Donnerstag wird die letzte Kontrolle bei den Hunden gemacht, die wir bis heute nicht haben einfangen können, um ihnen Blut abzunehmen.

All dieses konnten wir nur mit der Unterstützung unserer beiden Tierärzte verwirklichen. Wir möchten dieses Problem so schnell als möglich lösen, aber das wird nicht leicht sein. Die Hunde, sie bis gestern daran gewöhnt waren nur mit Luigi allein zu leben sind in ein anderes Leben hineinkatapultiert worden. Es ist sehr anstrengend, sich um diese Not zu kümmern, jeden Tag in Badesi, um den armen Seelen etwas Trost zu spenden. Schaut in ihre Augen, man braucht nicht mehr Belohnung, sie sprechen für sich. Wir bitten Euch um Hilfe bei dieser "Mission", denn oftmals wird man überwältigt nicht von der Müdigkeit, sondern von der Angst. Helft ihnen.  

Aktualisierung vom 17.03.2009

Nun haben die Helfer vor Ort beinahe den Aufbau der Hütten und Zwinger, die ihr auf den Bildern seht, beendet. Hier können nun die Hunde aus Badesi untergebracht und versorgt werden, ohne dass die Helfer jedes Mal 160 Kilometer auf einer gefährlichen und kurvenreichen Straße zu den Hunden fahren müssen. Die Aktion ist noch nicht ganz abgeschlossen, denn es ist noch einiges zu tun. Noch mehr Hunde müssen gefüttert und gepflegt werden, auch psychologisch. Unsere Hoffnung ist aber, dass die Hunde bald möglichst hier heraus kommen und ein Zuhause finden. Denn wie ihr seht ist der Platz sehr begrenzt und auch die Finanzen sind erschöpft.  Die Helfer möchten sich aber ganz herzlich für die ganze finanzielle und moralische Unterstützung bedanken und auch Luigi, der leider immer noch im Krankenhaus ist, dankt euch von Herzen.

Auf den Seiten unseres Partnertierheims sehen Sie wundervolle Bilder die zeigen, wie die Hunde nach und nach das Vertrauen in die Helfer finden konnten. Von Woche zu Woche sieht man etwas mehr Annäherung bis hin zu den aktuellen Bildern, auf denen die Hunde sich streicheln und verwöhnen lassen. Es ist unglaublich, was diese Helfer hier geleistet haben!!  Hier kommen Sie zu den Seiten der LIDA Olbia. 

Aktualisierung vom 07. Juni 2009 

Luigi ist heute gestorben

Am 20. April besuchten die Helfer des Rifugio Luigi in einem Altenheim bei Arzachena. Hier sollte er für einige Monate rehabilitieren. Und als er die Helfer sah war seine erste und wichtigste Frage, wie es seinen Hunden geht. 

Luigi wird seine Hunde nie mehr in den Arm nehmen können. Er ist heute gestorben. Sein Körper war einfach schon zu schwach um noch etwas entgegen zu setzen.

Luigis Hunde wurden in den Wochen seiner Krankheit nach und nach ins Rifugio umgesiedelt. Viele liebe Menschen haben dazu beigetragen, dass man für sie neue Gehege anschaffen konnte – denn das Rifugio selbst war bereits hoffnungslos überfüllt.

Während die Helfer aus Olbia um jeden einzelnen Hund froh war, der nun im Rifugio gut versorgt werden kann – hatte die Gemeinde Badesi aber schon wieder ganz andere Pläne...

Sie nutzen die Gelegenheit und nahmen sich das freie und einzäumte Grundstück von Luigi, um dort neue Hunde zu deponieren. Hunde, die bislang in Freiheit lebten und den Anwohnern ein Dorn im Auge waren. Es ist unglaublich. Somit wissen sie nicht wohin mit den Streunern. Diese nun einfach auf dem Grundstück abzusetzen ist schon ein ungeheurer Akt der Ignoranz und eine große Unbarmherzigkeit den Hunden und dem Schicksal von Luigi gegenüber. Als die Helfer des Rifugio die letzten Hunde endlich in Olbia hatten und dachten, dass sie hier ein großes Projekt zu einem guten Abschluss gebracht haben, ging es also gleich wieder von vorne los.

In teilweise viel zu engen Zwingern werden die Hunde nun von der Gemeinde notdürftig versorgt. Berichte anderer Tierschützer, die vor Ort waren, sagen, dass die Hunde in ihren engen Behausungen in den eigenen Fäkalien auf Hilfe warten. Alle Hunde sind natürlich unkastriert. Die meisten haben zudem Parasiten und Krankheiten, gegen die sie dringend behandelt werden müssen.

Wenn Sie die Tierschützer vor Ort hierbei unterstützen möchten, dann freuen wir uns über jede auch noch so kleine Spende. Ihre Spende mit dem Vermerk „Luigi“ geben wir 1:1 an die Helfer in Olbia weiter, damit sie dem Projekt zu Gute kommen können.

Wir weisen darauf hin, dass wir selbst an diesem Projekt nicht aktiv beteiligt sind – aber wir würden uns freuen, wenn wir mit der Weitergabe der Spenden bei der Umsetzung helfen können. Die Not ist groß!

Es weiß noch niemand so ganz genau, wie es weiter gehen soll. Aber wir bleiben dran berichten, wenn es etwas Neues gibt.

23.01.2010 Luigis Hunde konten zu einem großen Teil vermittelt werden!

Seit unserem letzten Bericht zu den Hunden von Luigi ist einige Zeit vergangen. Nachdem im Rifugio eigens für diese Hunde neue Gehege gebaut wurden,  konnte man zunächst das Grundstück räumen und alle Hunde im Rufigio untergebracht.

Mittlerweile konnte ein Großteil der Hunde in liebevolle Familien vermittelt werden. Einige sind immer noch im Rifugio und warten auf ihre Chance.

Natürlich fand eine intensive medizinische Versorgung der Tiere statt. Sie sind gegen Parasiten behandelt worden, Kastationen wurde durchgeführt, Blut abgenommen und ggf. Behandlungen durchgeführt. Natürlich ist das Leben hinter Gittern besonders für diese Hunde schwer - denn sie hatten bei Luigi alle Freiheit, die ein Hund auf Sardinien haben kann. Aber sie sind in Sicherheit und bekommen täglich ausreichende Versorgung.

Wir hoffen nun, dass auch noch weitere Hunde den W in ein neues Leben starten können und Famiien fonden werden!!

 weitere Bilder von Luigis Hunden sehen Sie hier! 

Aktualisierung vom 22.02.2010

Am Abend klingelt das Handy von Cosetta, der Leiterin des Rifugio. Am anderen Ende berichtet eine aufgeregte Stimme von einer Hündin, die gefunden wurde. Cosetta wagt es kaum zu hoffen, aber könnte es doch noch eine von den Hündinnen sein, die damals bei dem Durcheinander auf Luigis Grundstück geflüchtet sind, als für den Krankenwagen das Tor geöffnet wurde?
 
Die Mitarbeiter des Rifugio machen sich natürlich sofort auf den Weg zu der angegebenen Stelle. Und sie finden tatsächlich noch einen von Luigis Schützlingen. Eine ältere Hündin, die von der Schwangerschaft und der Geburt ihrer drei Welpen schwer gezeichnet ist. Sie ist schwach, sie ist müde, sie ist ausgelaugt....aber sie ist jetzt auch in Sicherheit. Und ihre Welpen auch. Sie wurden ins Rifugio gebracht und allesamt bereits tierärztlich untersucht. Alles in Ordnung. Nun durfen sie im Welpenbereich erstmal zur Ruhe und zu Kräften kommen.