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03.04.2011 - Das Projekt Giuseppina wurde beendet

Das Projekt Giuseppina wurde beendet, da Giuseppina umgezogen ist und eine weitere Betreuung aufgrund der noch grösseren Distanz nicht mehr möglich ist. Zudem hat sich die wirtschaftliche Situation von Giuseppina verbessert, so dass unsere Schritte keine negativen Auswirkungen für die Hunde haben werden. 

Das Projekt Giuseppina wurde von 11 Paten mit 165 Euro monatlich unterstützt. Wir danken den Paten  Gerd Behlau, Evelyn Brazda, Petra Frommeyer, Susanne Gall-Hofmann, Milena Geier, Manuela Gramlow, Tilo Manske, Ingrid Schmidt, Evelyn Scholler und Petra Schweiger für diesen Beitrag!! 

 hier kommen Sie zu verschiedenen Videos zu unseren Projekten auf youtube

"Giuseppinas Rifugio"

Giuseppina Gossi, 58 Jahre alt, hat sich für ein anderes Leben entschieden. Ein Leben, dass denen dient, die keine Lobby haben, kein Zuhause haben, und deren Artgenossen tagtäglich auf den Straßen Sardiniens sterben. Diejenigen unter ihnen, die bei Giuseppina ein Zuhause finden, haben großes Glück. Denn ihr Leben gehört den Hunden, den Seelen, die sie zu ihrer Familie und zu ihren Freunden gemacht hat...

  

Weit außerhalb einer der kleinen Stadt Aglientu liegt das „Rifugio Giuseppina“. Hier finden regelmäßig bis zu 40 Streuner Platz, deren Leben und Wohlbefinden Giuseppina weit über ihr eigenes stellt. Für sie verzichtet sie tagtäglich und gerne auf jeglichen Luxus, den wir in unserem Leben als selbstverständlich hinnehmen. Ihr Wasser kommt aus einem kleinen Tank, den sie einmal wöchentlich im nahe gelegenen Ort befüllen lässt. Ihre Heizung sind die Hunde, die abends dicht gedrängt bei ihr sitzen und von Giuseppina endlich die Liebe bekommen, die sie ihr ganzes Leben gesucht haben.

Ein kleines Steinhaus ist die Herberge von Giuseppina. Umgeben von einem großen Grundstück, auf dem im Laufe der letzten Jahre immer mehr kleine Gehege, Hütten und kuschelige Plätze für die Hunde entstanden sind, die das Glück hatten, hier zu stranden.
 

 Ende Oktober löste sich die Kooperation, die Giuseppina viele Jahre zur Unterstützung ihrer Arbeit für die Hunde mit dem Verein respekTiere e.V. hatte. Die schier unendliche Flut an Notfällen und die zahllosen Welpen, die in diesem Jahr auf alle Tierschützer der Insel einstürzten haben uns alle oft an den Rand dessen gebracht, was man zeitlich, körperlich und vor allem emotional leisten kann. In diesem „Klima“ verändern sich die Menschen und es entsteht auch in der Zusammenarbeit immer wieder großer Stress. So trennten sich Giuseppina und der Verein respekTiere e.V.. Ein Ablauf, wie er auch bei uns immer wieder geschieht – denn wir sind alle ehrenamtlich unterwegs und die Belastung in der täglichen Arbeit für die Tiere kommt zu allen anderen Dingen des Alltags wie Job, Familie, usw. hinzu.

Für Giuseppina hieß es nun, ein neues Netz für die rund 40 Hunde zu finden, die aktuell eine gute Herberge bei ihr finden. Eine liebe Spenderin, die den Ablauf verfolgt hatte, gab uns im November die Möglichkeit der spontanen Hilfe. Wir konnten Giuseppina mit 1.000 Euro bei den Kosten für Futter und Tierarzt unterstützen. Diese Soforthilfe war sehr wichtig – aber leider nur der Anfang dessen, was Giuseppina braucht, um die Versorgung der Hunde weiterhin zu gewährleisten...

Wenn bei Giuseppina das Geld augeht, dann knurrt nicht nur der eigene Magen. Vielmehr sorgt sie sich um die Hunde und hier braucht sie dringend laufende Unterstützung, für die wir Sie nun um Mithilfe bitten!

Wir möchten Ihnen einen Eindruck vermitteln, warum und wofür wir Sie um Hilfe bitten:

Im November 2008 erreichte uns der Anruf einer Spenderin, die Anteil am Schicksal von Teresas Hunden nimmt und helfen wollte. Sie übergab uns eine Spende in Höhe von 1.000 Euro, als Hilfe für Giuseppinas Hunde. Und so machten wir uns auf den Weg nach Aglientu. Eine kleine Stadt nahe der Küste. Treffpunkt war eine Tankstelle an der Landstraße. Hier wollte Giuseppina uns empfangen, denn der Weg zu ihrem Zuhause ist schwer zu finden und das Grundstück liegt weit ab von befestigten Straßen.

Wir folgten Ihr also über einige Feldwege bis wir nach ca. 3km die Zäune ihres Grundstücks sahen. Zunächst waren wir überrascht – denn wir sind anderes auf der Insel gewohnt...

Das Grundstück von Giuseppina ist fachmännisch und sicher auf ca. 1,80 Meter umzäunt. Hier hat jemand mit Herz und Verstand ganze Arbeit geleistet. Das war der erste Gedanke, als wir auf das Tor zufuhren, hinter dem sich bereits zahlreiche Hunde auf die Rückkehr ihres Schutzengels, Giuseppina, freuten. Auf mindestens 100 Meter gespannter Wäscheleine reihten sich saubere und frische Hundedecken und Handtücher aneinander. Ein riesiger Garten dient als Auslauf für die Hunde, die hier ausreichenden Platz haben sich zu bewegen und auszutoben. Unser Blick richtet sich auf die vielen Welpen, die völlig entspannt in einem sehr großzügig angelegten Welpengehege auf Bambusliegen vor sich hin dümpelten. In einem zweiten Gehege sahen wir zwei Junghunde, die hier vom restlichen Rudel separiert sind, weil sich noch nicht kastriert wurden. Alle Hunde sind optisch in einem sehr guten Zustand. Nicht zu dick, nicht zu dünn, das Fell glänzt. 

Nachdem man uns normalerweise erst dann um Hilfe bittet, wenn eigentlich schon alles zu spät ist und ein oft gut gemeintes Engagement aus den Fugen geraten ist – treffen wir hier auf ein wahres Kleinod. Ein würdiger Platz für unsere Freunde, denen es hier an nichts mangelt! Und man sieht sofort, dass es sich um ein Projekt handelt, in dem nicht nur ein unendlich großes Herz für die Tiere, sondern gleichsam auch der Verstand da ist, die Verantwortung für eine so große Anzahl Hunde zu übernehmen!

Wir waren baff, begeistert und verunsichert zugleich.... Nachdem wir sonst an Stellen auf der Insel gelangen, an denen die Hunde trotz einer Zuflucht um das nackte Überlegen kämpfen müssen, an denen weder ausreichend Futter noch Medikamente und Platz vorhanden ist – treffen wir hier auf eine nahezu heile Welt. Wir brauchten eine Weile um zu verstehen, dass dennoch unsere Hilfe nötig ist...

Giuseppina hat hier ein Projekt aufgebaut, dass jeder Unterstützung würdig ist. Ein Projekt, in dem noch nichts aus den Fugen geraten ist – aber ohne Unterstützung wird dies bald der Fall sein.

Auf Sardinien kämpfen die Menschen mit einer sehr hohen Arbeitslosenquote und die staatliche Versorgung reicht nicht zum Leben und nicht zum Sterben. In den Sommermonaten, wenn die Touristen die Insel bevölkern, ergattern die Einheimischen manchmal die begehrten Jobs in der Touristikbranche. Aushilfs- und Gelegenheitsjobs, mit denen sie über die warmen Monate genug verdienen müssen, um das Jahr über die Runden zu kommen. Bislang war es Giuseppina gelungen im Sommer einen Job zu finden. In diesem Jahr ging sie leer aus und so begannen die Sorgen.

Wir bitten Sie deshalb um Ihre Mithilfe und Unterstützung! Wir können hier (Gott sei Dank) nicht mit schrecklichen Bildern an Ihr Mitleid appellieren – aber wir appellieren mit diesem Aufruf an Ihre Vernunft und an Ihre Liebe zum Tier. Helfen Sie und tragen sie gemeinsam mit uns dazu bei, das „Rifugio“ von Giueseppina für die Hunde die dort ein Zuhause finden und vor allem für all die, die noch die Hilfe von Giuseppina brauchen werden zu sichern. Wir suchen dringend Futterpaten, die uns bei den monatlichen Kosten helfen, die wir gerne zur Unterstützung für den Einsatz von Giuseppina beisteuern möchten, um dieses absolut gute Engagement zu unterstützen und weiterhin möglich zu machen!